Bestseller-Autor Aladin El-Mafaalani bei WiN am 10. Mai!

Wir hatten Besuch.

Aladin El-Mafalaani, Professor für Politikwissenschaft und preisgekrönter Autor von „Das Integrations-Paradox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“, hat auf seiner Lesetour bei uns Halt gemacht. Genau gesagt, im „nebenan“/Buchladen Neusser Straße. Aber der Buchladen ist schon lange die zweite Heimat von „Willkommen in Nippes“, denn Frau Junck unterstützt uns, wo sie kann.

Aladin El-Mafaalani ist ein besonderer Typ. Zum einen, weil er den Integrations-Streit völlig neu bewertet. Zum anderen, weil er es geschafft hat, darüber ein unterhaltsames Buch zu schreiben, das man so runterlesen kann und aus dem man sich am liebsten jeden zweiten Satz für so manche Diskussion mit Schwarzsehern notieren möchte. Dass er auch in der Lage sein würde, ein Publikum zu unterhalten, war nicht schwer vorstellbar. Also war der Saal an diesem Freitag abend bis auf den letzten Platz gefüllt.

Flankiert wurde El-Mafaalani von Christine Lieser und Miriam Haseleu von WiN sowie dem WDR-Moderator Ulrich Noller. Die WiN-Damen stellten zunächst unsere Initiative vor und sprachen dann einige unserer Gedanken über den Status quo unseres Engagements aus.


Das Integrations-Paradox

El-Mafaalani argumentiert, dass Ungleichheiten umso mehr auffallen, je geringer sie insgesamt werden. Nicht alle", behauptet er, "wollen eine offene Gesellschaft: Je mehr wir uns ihr nähern, umso stärker werden die Abwehrreaktionen." Wie auch im Buch benutzte er an diesem Abend das Bild der Tischgesellschaft: Immer mehr Menschen wollen und können mitmachen, sie sitzen mit am Tisch und wollen ein Stück vom Kuchen. Sie wollen auch mitbestimmen, was auf den Tisch kommt und wie gegessen wird. Da könne es nicht harmonisch zugehen, sagte er. El-Mafaalani, dessen Eltern in den Siebzigern aus Syrien nach Deutschland kamen und sich im Ruhrgebiet niederließen, nannte einige Beispiele dafür, dass die heutige Situation im Vergleich zu damals geradezu luxuriös sei.

Da El-Mafaalani recht nah am Buchtext blieb, gab es zwar keine konkreten Tipps für uns, dafür aber das gute Gefühl, dass der Streit um Integration ein Zeichen dafür ist, dass wir als offene und diverse Gesellschaft auf einem guten Weg sind.


Geldspende für WiN

Am Ende überreichte Frau Junck uns einen Umschlag mit den Eintrittsgeldern und der Gage des Autors!

Wir waren wirklich gerührt. Aber das war noch nicht alles. Der Buchladen hatte für die WiN-ler und den Autor einen Empfang vorbereitet - und so ließen wir einen sehr schönen Abend bei Wein, Pizza und weiteren Gesprächen ausklingen. Tausend Dank.


„Das Integrations-Paradox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“, ist im Buchladen Neusser Straße vorrätig. Wir können das Buch nur empfehlen. Wer Argumente sucht, um Integrations-Pessimisten etwas entgegenzuhalten, findet hier das Werkzeug, das man dazu braucht.