Pressemitteilung: Flüchtlingsrat kritisiert Zustände in Heimen

KSTA 27.4.2020

Der Kölner Flüchtlingsrat hat die Zustände in den Landeseinrichtungen für Flüchtlinge kritisiert. Die Hygienemaßnahmen, die notwendig seien, um die Corona-Pandemie einzudämmen, seien wegen der vielen Menschen, die dort lebten, nicht einzuhalten, so Geschäftsführer Claus-Ulrich Prölß. „In der Regel müssen sich die Menschen sanitäre Anlagen sowie Mehrbett-Zimmer teilen und nehmen ihre Mahlzeiten aus logistischen Gründen in großer Personenzahl ein.“

Ein Abstandsgebot von 1,5 bis zwei Metern sowie die Vermeidung einer Ansammlung im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen sei „schlichtweg unmöglich“. Zudem befänden sich in den Einrichtungen auch Risikopatienten und traumatisierte Menschen, die unter dem Eindruck der Pandemie-Maßnahmen retraumatisiert werden könnten. Der Flüchtlingsrat fordert unter anderem, geflüchtete Menschen in möglichst kleinen Unterkünften unterzubringen. Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, sollen etwa in Hotels überwiesen werden. Zudem solle es ein vereinfachtes Verfahren geben, um Flüchtlinge an Kommunen zu überführen. Die Landesunterkünfte sollen mit WLan ausgestattet werden, damit sich Flüchtlinge in der Krisenzeit informieren könnten.

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